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Presse
Stabwechsel bei den Jusos: Petersen folgt Uhrmann
Schweinfurt Die Jusos im SPD-Unterbezirk Schweinfurt/Kitzingen haben einen neuen Vorsitzenden. Einstimmig
bestimmte die Mitgliederversammlung am vergangenen Sonntag den 19-jährigen Celtis-Abiturienten Johannes Petersen
zum Nachfolger von Matthias Uhrmann (Dittelbrunn). Letzterer hat mittlerweile sein Medizinstudium in Gießen
aufgenommen und will sich daher vorübergehend auf sein Vorstandsamt im Ortsverein Dittelbrunn beschränken,
steht aber an den Wochenenden und in Wahlkämpfen auch den Jusos weiter zur Verfügung, wie er versprach. Der
Schweinfurter Johannes Petersen, der nunmehr der SPD-Jugend in Stadt und Landkreis Schweinfurt sowie dem
Landkreis Kitzingen vorsteht, kündigte nach seiner Wahl an, verstärkt die Zusammenarbeit mit anderen
politischen Jugendorganisationen zu forcieren. Stolz zeigte sich Petersen, dass es gelungen sei, kurzfristig
eine Gegendemonstration gegen den Aufmarsch der Rechtsextremen am letzten Samstag zu organisieren. Zu den
Gratulanten zählte auch der Kreisvorsitzende der Landkreis-SPD Peter Pfister, der den Jusos vor allem für
ihren Einsatz im Kampf gegen die Verlängerung der Laufzeiten für die Atomkraftwerke dankte.
Das Bild zeigt Petersen (zweiter von links) gemeinsam mit (von links) Kreisrätin Julia Firmbach(Sennfeld),
der Schweinfurter Juso-Kreisvorsitzenden Katharina Räth und Matthias Uhrmann, dem zum Dank für seine
Arbeit ein Präsent überreicht wurde.

Quelle: Text Florian Töpper Bild SPD Schweinfurt
SPD ehrt Karl Rosentritt
Der SPD-Ortsverein Bergl-Oberndorf hat sein langjähriges Mitglied Karl Rosentritt geehrt. Für „seinen
beispielhaften ehrenamtlichen Einsatz für die Bürger insbesondere am Bergl als Stadtrat, Fraktionsvorsitzender
und Vorsitzender des SPD-Ortsvereins“ wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Gleichzeitig erhielt er von der
Kreisvorsitzenden Kathi Petersen die Herbert-Müller-Medaille verliehen.
Zu den Gratulanten zählten der gesamte Vorstand mit Marianne Prowald an der Spitze, Kathi Petersen,
Fraktionsvorsitzender Joachim Schmidl und die langjährigen Stadtratskollegen, Marianne Firsching, Peter Then
und Herbert Wiener.
In bewegten Worten bedankte sich der Geehrte unter dem Hinweis, dass er versuche, im Rahmen seiner Möglichkeit
seine Aktivitäten beizubehalten.
Die Vorsitzende Marianne Prowald konnte zur Versammlung mit David Firsching, Christian und Annemarie Räth
drei junge Neumitglieder begrüßen. Dies wertete sie als gutes Zeichen für die gewachsene Bereitschaft der
Jugend, mit und in der SPD aktiv gegen den von der Bundesregierung erweckten Eindruck der Käuflichkeit der
Politik vorzugehen.
Einstimmig verabschiedete die Versammlung eine Protesterklärung gegen die AKW-Laufzeitverlängerungsabsicht
der Bundesregierung, weil der Betrieb des Grafenrheinfelder KKW die am nahe am Kernkraftwerk gelegenen
Stadtteile, Oberndorf und Bergl, weiterhin bedrohe, das Zwischenlager ohne gesicherte Entsorgung mit
Atommüll beladen werde, der Ausbau der regenerativen Energien behindert und die Handwerks- und
Dienstleistungsarbeitsplätze in der Region, aber insbesondere in der Schweinfurter Wälzlagerindustrie gefährdet würden.
Quelle: SPD Schweinfurt
Grafenrheinfeld: Stadtrat einmütig gegen längere Laufzeit
Kernkraft: Nur Claus Bebersdorf (FBU) stimmt gegen Resolution der SPD an Merkel, Seehofer und Röttgen
In einer am Dienstagnachmittag verabschiedeten Resolution fordert der Stadtrat Bundeskanzlerin Angela Merkel,
Bundesumweltminister Norbert Röttgen, alle Bundestagsfraktionen und den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer
auf, die Laufzeit des Atomkraftwerkes Grafenrheinfeld nicht zu verlängern.
Die von der SPD-Fraktion als Dringlichkeitsantrag eingebrachte Resolution begründete Werner Bonengel mit den derzeit zur
Entscheidung anstehenden Plänen, die Laufzeit der Kernkraftwerke um bis zu 28 Jahre zu verlängern. Das betreffe im
besonderen auch Schweinfurt, dessen Bevölkerung „die erhöhte und unangemessene Gefährdung“ 30 Jahre lang ausgehalten habe.
„Gott sei dank ist nichts Tragisches passiert, wenngleich die auffällige Häufung von Leukämiefällen insbesondere bei
Kindern bis heute noch als medizinisches Rätsel dargestellt wird“, sagte Bonengel.
Über 90 Prozent der Schweinfurter wohnten im Zehn-Kilometer-Radius. Bei keinem anderen deutschen Atomkraftwerk lebten und
arbeiteten so viele Menschen in so großer Nähe. Viele hätten deshalb aufgeatmet, dass 2014 Schluss sein soll. „Aber wieso
sollen wir das Atomkraftwerk, wo doch 30 Jahre alles gut gegangen ist, nicht noch länger ertragen?“, fragte er und
antwortete selbst: Zum einen, weil sich die Beurteilungsgrundlage für die Gefährdung drastisch verändert habe.
Grafenrheinfeld sei gegen Starfighter-Abstürze, nicht aber gegen die heutigen schwereren Militärmaschinen ausgelegt.
Außerdem müsse mit dem Absturz größter Passagierflugzeuge gerechnet werden, möglicherweise von Terroristen verursacht.
„Dagegen ist das Atomkraftwerk in Grafenrheinfeld in keiner Weise abgesichert.“
Zum Zweiten sei jede Technik nur auf eine maximal Laufzeit ausgelegt. Während aber eine Waschmaschine bis zu ihrem Exitus
gefahrlos betrieben werden könne, sei die Risikosteigerung beim AKW „den Schweinfurtern nicht mehr zuzumuten“. Bonengel
forderte wegen der von Anfang an bestehenden „besonderen Gefährdungslage unserer Heimatstadt“ von den Kollegen, dafür
einzutreten, eine extreme Steigerung des Risikos für Schweinfurt zu vermeiden.
Sie folgten bis auf Claus Bebersdorf (FBU) einmütig. CSU-Fraktionschef Stefan Funk erinnerte, dass der Stadtrat schon bei
der Planung des AKW in den 70ern sich „über Parteigrenzen hinweg“ gegen den Bau eingesetzt habe. Die CSU werde deshalb der
Resolution zustimmen, unabhängig davon, ob Räte persönlich für oder gegen Kernkraft sind.
SWL-Fraktionschef Adolf Schön wies auf die aktuelle 80-Millionen-Euro-Investition von E.ON hin, was zeige, dass der
Betreiber des KKG offenbar fest mit einer längeren Laufzeit über 2014 hinaus rechne. Die Resolution sei insofern ein
„politisches Dagegenhalten“. Georg Wiederer (FDP) stimmte im Sinne seines verstorbenen Parteifreunds, Amtsvorgängers und
vor allem Anti-AKW-Kämpfers Karl Riederer ab. Marc-Dominic Boberg (Grüne) lobte, was selten ist, die CSU mit einem
„Bemerkenswert“. Zumal gerade die CSU kürzlich einen Grünen-Antrag mit gleicher Stoßrichtung abgewürgt habe, als sie
mangels Zuständigkeit ein „Nichtbefassen“ durchsetzte. Bei einer Resolution sei das anders, erklärte Sebastian Remelé.
Von Thomas End (SPD) nach seiner persönlichen Meinung befragt, antwortete der OB, dass er Befürworter einer übergangsweisen
Energiegewinnung durch Kernkraft sei, aber der Resolution als erster Bürger der Stadt zustimmen werde. Der Stadtrat müsse
sich aber der begrenzten Wirksamkeit eines solchen Papiers bewusst sein.
Quelle: Schweinfurter Tagblatt 04. Juli 2010
Junges Stellvertreter-Trio für Marianne Prowald
SPD-Ortsverein Bergl-Oberndorf
(hh) Mit einer verjüngten Vorstandsmannschaft geht der SPD-Ortsverein Bergl-Oberndorf die Zukunft an. Bei der
Jahresversammlung in der Gaststätte Dürr am Bergl wurde Marianne Prowald als Vorsitzende bestätigt. Sie wird aber ab sofort
von einem jungen Stellvertreter-Trio unterstützt, bestehend aus Björn Obrecht, Katharina Räth und Martin Geitz.
Die Kassenführung liegt in den Händen von Günter Krug und Rita Rolli, die Schriftführung versieht Elke Neugebauer. Als
Beisitzer mit unterschiedlichen Aufgaben stehen dem engeren Vorstand Hilde Friedrich, Ingrid Gornig, Martin Laupert, Knut
Prowald, Stephan Rolli, Karl Rosentritt, Klaus Schuler, Peter Then, Stadtrat Herbert Wiener, Hans Wittal und Dominik
Wunderlich bei.
In ihrem Rechenschaftsbericht ging die Vorsitzende auf die Ereignisse und Aktivitäten im Berichtszeitraum ein und hob neben
dem Einsatz des Ortsvereins bei den Wahlen besonders die Informationsveranstaltungen zur Ganztagsschule, zur Lage in der
Industrie mit Vertretern der Betriebsräte, zu den Möglichkeiten der Windkraftnutzung in der Region und zur Entwicklung in
den Stadtteilen Bergl-Nord und Neue Mitte Oberndorf hervor.
Als aktuelle Schwerpunkte nannte Prowald einen weiterhin engagierten Einsatz für diese beiden Gebiete rund um die
Wohnscheibe und den Mittelpunkt in Oberndorf. In der Aussprache wurde von den Mitgliedern Kritik an der von der
CSU-Fraktion blockierten Aufnahme des Gebietes Bergl-Nord in das Förderprogramm „Integrierte Entwicklung von
Stadtteilzentren“ geübt. Auch das vorläufige Scheitern der „Neuen Ortsmitte“ – der Investor ist überraschend von seinen
Plänen zurückgetreten – wurde bedauert. Stadtrat Herbert Wiener beauftragten die Mitglieder, sich mit der SPD-Fraktion für
die Weiterentwicklung sowohl von Bergl-Nord als auch für die Ortsmitte in Oberndorf einzusetzen.
Der Ortsverein will in seiner Ortsvereinszeitung „Kontakt“ die Bürger von Bergl und Oberndorf über lokale Geschehnisse aus
Sicht der SPD weiterhin umfassend informieren. Am Sonntag, 15. August (Maria Himmelfahrt), wird wieder das Sommerfest am
Berliner Platz veranstaltet. Auch zum 20. Jahrestag der Baumpflanzung anlässlich der Wiedervereinigung ist eine größere
Veranstaltung geplant.
Quelle: Schweinfurter Tagblatt 30. Juni 2010
Petersen im Amt bestätigt
SPD will sich künftig besser vernetzen
(maw) Die Schweinfurter SPD hat wenige Monate nach der Niederlage bei der OB-Wahl ihre bisherige Vorsitzende wiedergewählt.
Die Kreisdelegiertenkonferenz, so eine Pressemitteilung, bestätigte Kathi Petersen ebenso im Amt wie ihre bisherigen
Stellvertreter Theo Hergenröther und Sigurd Stock. Neu in dieser Funktion ist Katharina Räth, Vorsitzende der Schweinfurter
Jusos. Die ebenfalls in der Versammlung als stellvertretende Kreischefin vorgeschlagene Gisela Rausch konnte sich nicht
durchsetzen.
Petersen hatte in ihrem Rechenschaftsbericht eine durchwachsene Bilanz ihrer letzten Amtszeit gezogen. Über die
verheerenden Ergebnisse bei den überregionalen Wahlen, welche die SPD zu historischen Tiefs führten, könnten auch die
Mandatsgewinne von Frank Hofmann und Kerstin Westphal in Bundestag und Europaparlament nicht hinwegtäuschen. Die Niederlage
bei der OB-Wahl habe sie gerade angesichts des Einsatzes ihrer engagierten Unterstützer als besonders schmerzvoll erfahren.
Nun müsse die SPD in Schweinfurt daran arbeiten, wieder besser vernetzt mit anderen gesellschaftlichen Gruppen an dem Ziel
für die Stadtratswahl 2014 zu arbeiten, das Petersen mit einer „Vergrößerung und Verjüngung“ der Fraktion umschrieb.
Mit einer Satzungsänderung wollte eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Delegierten einen ersten Schritt zur Belebung der
Parteiarbeit machen. Nunmehr gehören dem Vorstand sieben gewählte Beisitzer an. Unter den zahlreichen Bewerbern wurden
Peter Then, Lukas Ohrnbeger, Peter Steinmüller, Peter Szebeny, Harald Schesink, Ingrid Gornig und Ursel Kirmeier gewählt.
Neu im Amt des Kassiers ist Wolfgang Schmitt-Kirchner, Bildungsreferentin ist Marietta Eder, Schriftführerin bleibt
Brigitte Stock.
Zudem haben Sitz und Stimme im Vorstand Stadtrats-Fraktionschef Joachim Schmidl sowie die Ortsvereinsvorsitzenden Marianne
Prowald (Bergl/Oberndorf), Angelika Fuchs (Hochfeld/Deutschhof), Gerd Schurz (Mitte), Rosy Wolters (West) und Elke Roos
(Gartenstadt). Die Arbeitsgemeinschaften werden von Johannes Petersen (Jusos), Karola Neumaier (60plus), Gisela Rausch
(AsF) und Reinhold Rausch (AfA) vertreten. Als Revisoren fungieren Elke Neugebauer und Karl Rosentritt.
Quelle: Schweinfurter Tagblatt 28. Juni 2010
SPD: Laufzeit für KKG nicht verlängern
(fan) In einem Dringlichkeitsantrag zur Sitzung des Stadtrates am 29. Juni an Oberbürgermeister Sebastian Remelé fordert
SPD-Stadtrat Werner Bonengel den Stadtrat zur Verabschiedung einer Resolution auf.
Darin soll dieser an die Bundeskanzlerin, den Bundesumweltminister, die Fraktionen des Bundestags und an den bayerischen
Ministerpräsidenten appellieren, die derzeit geltende Laufzeit des Atomkraftwerkes Grafenrheinfeld nicht zu verlängern.
Verlängerung um bis zu 28 Jahre
Begründung: Weil die Bundesregierung nach eigenen Verlautbarungen eine Verlängerung der Laufzeiten der deutschen
Atomkraftwerke um bis zu 28 Jahre plant und das dazu erforderliche Gesetzgebungsverfahren nach einer Ankündigung der
Bundeskanzlerin noch vor der Sommerpause abgeschlossen werden soll, müsse sich der Stadtrat umgehend zu dieser Problematik
äußern, wenn er in diesem Gesetzgebungsverfahren Gehör finden will.
Bonengel verweist auf das Gefährdungspotenzial, das für die Stadt Schweinfurt vom KKG ausgeht. Die Resolution beschränke
sich auf die Laufzeitverlängerung des Atomkraftwerkes Grafenrheinfeld, in dessen Gefährdungsbereich die Stadt Schweinfurt
liegt. Die Stadt habe im Genehmigungsverfahren für das KKG zur Durchsetzung ihrer Interessen den Rechtsweg erfolglos
ausgeschöpft. Die Stadt Schweinfurt liegt innerhalb des Zehn-Kilometer-Radius um das Atomkraftwerk. Bei keinem anderen
deutschen Atomkraftwerk gebe es eine derartige städtische Agglomeration, mit mehr als 60 000 Einwohnern in diesem Radius.
Das 1981 in Betrieb gegangene Atomkraftwerk Grafenrheinfeld genügt laut Bonengel nicht mehr den heute an einen Neubau zu
stellenden Sicherheitsanforderungen. Insbesondere müsse auf den mangelhaften Schutz gegen den Absturz von Flugzeugen und
terroristische Angriffe hingewiesen werden. Mindestens in diesen beiden Punkten habe sich die Gefährdungseinschätzung seit
der Inbetriebnahme so wesentlich erhöht, dass man von einem Wegfall der ursprünglichen Beurteilungsgrundlage ausgehen könne.
KKG zu gefährlich
Das vor 30 Jahren in Betrieb genommene KKG werde wie jede technische Anlage mit zunehmender Betriebsdauer störanfälliger.
Das beweise die Störanfälligkeit der älteren deutschen Atomkraftwerke, die aus diesem Grund vom Netz genommen werden
mussten. Angesichts der besonderen Gefährdungssituation der Stadt Schweinfurt sei eine weitere Erhöhung
des Gefährdungspotenzials des Atomkraftwerkes Grafenrheinfeld nicht zu verantworten.
„Die Stadt Schweinfurt setzt statt auf eine Laufzeitverlängerung des Atomkraftwerkes Grafenrheinfeld auf den Auf- und
Ausbau einer alternativen, dezentralen und regenerativen Energieversorgung“, lautet der Schlusssatz des Resolutionsentwurfs.
Quelle: Schweinfurter Tagblatt 15. Juni 2010
Kommunikation verbessern
(hh) Der SPD-Ortsverein Hochfeld-Deutschhof will das Volksbegehren „Nichtraucher-Schutz“
unterstützen und fordert von den Führungsleuten in der SPD eine größere Nähe zur Basis.
Auch der Ortsverein hatte sich an einer diesbezüglichen Befragung aller Ortsvereine
beteiligt. Vorsitzende Angelika Fuchs stellte als wichtigstes Ergebnis für ihren Ortsverein
heraus, dass zwischen Funktionsträgern und der Basis ein Kommunikationsdefizit vorhanden
sei. Fuchs laut Mitteilung: „In unserem Ortsverein werden häufig Beschlüsse gefasst und
Themen diskutiert, die auf höheren Ebenen ignoriert werden.“ Fuchs bezeichnete dies als
eine „untragbare Situation“ für die älteste, demokratische Partei sowohl im Bund, als
auch in Schweinfurt und forderte mit Blick auf die Kommunalwahl 2014 ein „dringendes Handeln“.
Quelle: Schweinfurter Tagblatt 13. Juni 2010
SPD Basis fordert Führung
Nach den Neuwahlen im SPD-Ortsverein Hochfeld-Deutschhof nahm der neue Vorstand seine
Arbeit auf. Neben organisatorischen wurden zahlreiche inhaltliche Themen diskutiert,
so wurde z.B. die Unterstützung des Volksbegehrens „Nichtraucher-Schutz“ mit großer
Mehrheit beschlossen.
Der Ortsverein Hochfeld-Deutschhof hatte sich zudem an der Befragung der Ortsvereine
der SPD beteiligt. Die mit Spannung erwarteten Ergebnisse wurde durch die Vorsitzende
Angelika Fuchs vorgestellt. Das wichtigste Ergebnis für den Ortsverein war, dass
zwischen Funktionsträgern und der Basis ein Kommunikationsdefizit vorhanden ist. Fuchs
fasste die Bedeutung der Erkenntnisse zusammen: „In unseren Ortsverein werden häufig
Beschlüsse gefasst und Themen diskutiert, die auf höheren Ebenen ignoriert werden.
Fuchs bezeichnet dies als eine untragbare Situation für die älteste, demokratische Partei
sowohl im Bund als auch in Schweinfurt“ und fordert dringendes Handeln mit Blick auf die
Kommunalwahl 2014 ein.
08. Juni 2010
Warum ist der Mindestlohn für Frauen wichtig?
Unter diesem Motto lud die AsF Schweinfurt ein. Die Vorsitzende Gisela Rausch begrüßte als Gastrednerin
Carmen Schulze von der Gewerkschaft IG Bau Mainfranken. Vor 100 Jahren beschloss die II. Internationale
Sozialistische Frauenkonferenz die Einführung eines jährlichen internationalen Jahrestages. Zentrale
Forderungen in Deutschland waren das Wahl- und Stimmrecht, das Recht auf gewerkschaftliche Organisation,
die Einführung des Acht-Stunden Tages, ausreichenander Mutter- und Kinderschutz, die Festsetzung von
Mindestlöhnen und gleicher Lohn für gleiche Arbeitsleistung.
100 Jahre und kein bisschen weiter? Falsch! Wir sind ein Stück weitergekommen. Es gab noch nie eine
so gut ausgebildete Frauengeneration, Frauen sind vor dem Gesetz gleich. In Politik und Gewerkschaften
mischen immer mehr mit. Aber trotzdem verdienen Frauen in Deutschland durchschnittlich 23.2% weniger als
Männer, EU weit sind es im Durchschnitt 18%. Dreiviertel aller Beschäftigten im Niedriglohnbereich sind
weiblich. Viele von ihnen arbeiten in Teilzeit und/oder in prekären Arbeitsverhältnissen. Die Forderung
nach verbindlichen Mindestlöhnungen ist deswegen insbesondere eine Frauenforderung. Nach einer Studie
der Hans-Böckler-Stiftung nimmt die Anzahl der Familienernährerinnen zu. Immer mehr Frauen müssen mit
ihrem Einkommen nicht nur den eigenen Lebensunterhalt sichern, sondern auch noch ihre Familie über Wasser
halten. Damit wird nochmal deutlich: Das alte Bild der Zuverdienerin oder Doppelverdienerin hat ausgedient.
Frauen brauchen die gleichen Einkommen wie Männer und sie brauchen eine eigene soziale Absicherung.

07. Juni 2010
Bayern-SPD will sich bis zu den nächsten Wahlen "runderneuern"
Kolitzheim/Lkr. Schweinfurt (2.6.2010) - Soziale Gerechtigkeit wird als Markenkern der SPD
wieder im Vordergrund des neuen SPD-Programms stehen, betonte Dr. Thomas Beyer,
stellvertretender bayerischer SPD-Landesvorsitzender beim Unterbezirksparteitag in
Unterspiesheim. Mit den Genossen aus dem Unterbezirk Schweinfurt/Kitzingen diskutierte er
das Programm zur Erneuerung der Partei.
„Wir müssen den sozialen Kahlschlag von Schwarz-Gelb verhindern, sonst bleiben die
Schwachen in unserer Gesellschaft auf der Strecke“, bekräftige Beyer mit Blick auf die
geplanten Veränderungen von Schwarz-Gelb im Gesundheitswesen. „Die CSU macht bei diesen Ungerechtigkeiten mit.
Gesundheitsminister Söder hat die Kopfpauschale in den Koalitionsverhandlungen selbst mitverhandelt. Entgegen
aller Beteuerungen greift er unser solidarisches Gesundheitssystem damit fundamental an. Die SPD muss sich dem
entgegenstellen. Sonst zahlen Arbeitnehmer mit mittleren Einkommen die Zeche für die wachsenden Kosten im Gesundheitswesen
ganz allein.“
Auch strukturell will sich die BayernSPD bis zu den nächsten Wahlen 2013 und 2014 nach innen und außen neu aufstellen. „Wir
schaffen das, wenn alle mitmachen“, sagte Unterbezirksvorsitzender Frank Hofmann MdB. Die bayerische SPD setzt deshalb auf
eine neue Kultur des Dialogs mit den Mitgliedern, mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie mit gesellschaftlichen Gruppen.
Laut Hofmann, Mitglied im Landesvorstand, werde die BayernSPD hierfür auch in Zukunft eine breite Präsenz in der Fläche
gewährleisten. „Dass wir es trotz aller Schwierigkeiten geschafft haben, auch künftig vor Ort sichtbar und ansprechbar zu
bleiben, ist ein wichtiges und gutes Signal an alle Bürgerinnen und Bürger. Nur so können wir die Menschen wieder für die
SPD gewinnen und neue Schlagkraft entwickeln.“
Weitere Kernpunkte des Erneuerungskonzepts sind unter anderem ein besserer Service für die Gliederungen und ein besseres
Schulungsangebot für Mitarbeiter und Funktionäre. Bereits im vergangenen Jahr war die Spitze der Partei durch Bayern
gereist, um gemeinsam mit den Mitgliedern nach Wegen zur Erneuerung der BayernSPD zu suchen. Die gesammelten
organisatorischen und strukturellen Hinweise sind anschließend in ein Programm eingeflossen. In einer neuen Runde von 40
Vor-Ort-Veranstaltungen unter dem Motto „Wir machen es besser“ wird das Konzept der Basis derzeit erneut zur Diskussion
gestellt wird. Der Prozess mündet schließlich in einem Leitantrag des Landesvorstandes, der am 17. Juli 2010 auf dem
außerordentlichen Landesparteitag der BayernSPD in Landshut beschlossen werden soll.
Quelle: Swex "http://www.swex.de/news/detail.php?nr=8889"
SPD will sich neu ausrichten
Soziale Gerechtigkeit wird als Markenkern der SPD wieder im Vordergrund des neuen SPD-Programms stehen, betonte Thomas
Beyer, stellvertretender bayerischer SPD-Landesvorsitzender beim Unterbezirksparteitag. Mit den Genossen aus dem
Unterbezirk Schweinfurt/Kitzingen diskutierte er das Programm zur Erneuerung der Partei, heißt es in einer Pressemitteilung.
„Wir müssen den sozialen Kahlschlag von Schwarz-Gelb verhindern, sonst bleiben die Schwachen in unserer Gesellschaft auf
der Strecke“, bekräftige Beyer mit Blick auf die geplanten Veränderungen von Schwarz-Gelb im Gesundheitswesen.
Auch strukturell will sich die Bayern-SPD bis zu den nächsten Wahlen 2013 und 2014 nach innen und außen neu aufstellen.
„Wir schaffen das, wenn alle mitmachen“, sagte Unterbezirksvorsitzender Frank Hofmann MdB. Die bayerische SPD setzt deshalb
auf eine neue Kultur des Dialogs mit den Mitgliedern, mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie mit gesellschaftlichen Gruppen.
Laut Hofmann, Mitglied im Landesvorstand, werde die Bayern-SPD hierfür auch in Zukunft eine breite Präsenz in der Fläche
gewährleisten.
Mit 40 Vor-Ort-Veranstaltungen unter dem Motto „Wir machen es besser“ wird das Konzept der Basis derzeit zur Diskussion
gestellt.
Quelle: Schweinfurter Tagblatt vom 04. Juni 2010
Eine Stadt bekennt Farbe
Der 1. Mai in Schweinfurt 10 000 Menschen gingen aus Protest gegen den Neonazi-Aufmarsch auf
die Straße. Es blieb friedlich.
Gewaltig war die Angst nicht nur unter den ausländischen Mitbürgern. Polizei und städtisches
Ordnungsreferat hatten in den letzten Wochen vor Straßenschlachten in Schweinfurt gewarnt.
Anlass war die Ankündigung der rechtsextremen Szene, ihr Gedankengut am 1. Mai bei einem
Umzug durch die Straßen der Stadt zu tragen – und zwar bei der zentralen Veranstaltung für
ganz Süddeutschland.
850 Braune kamen dann auch, einige Hundertschaften der Autonomen standen auf der anderen
Seite der Absperrungen. Doch während die Extremen aus beiden Lagern sich aus mehreren
Bundesländern und dem benachbarten Ausland rekrutierten, bekannten sich 10 000 Schweinfurter
zu Demokratie und Freiheit.
Um 10 Uhr startete das Bunte Bündnis seinen riesigen Zug über die Maxbrücke Richtung
Innenstadt. „Nazis raus“ skandierte die Menge abwechselnd mit „Schweinfurt ist bunt“. Der
neue Oberbürgermeister Sebastien Remelé führte den Zug zusammen mit den Bundes- und
Landtagsabgeordneten der Region, den Dekanen der beiden großen Kirchen und DGB-Regionschef
Frank Firsching an, dessen DGB das bunte Bündnis initiiert hatte. Nie zuvor hat die Stadt
so viele Menschen auf die Straße gebracht, um den Nazis ihre geballte Ablehnung zu zeigen.
Fast eine Stunde lang (über-)füllte sich der Zeughausplatz, auf dem die zentrale Kundgebung
des Aktionsbündnisses „Schweinfurt ist bunt, nicht braun“ stattfand. 80 Verbände und
Vereinigungen hatten sich angemeldet, darunter Parteien und Gewerkschaften, Kirchen und
Sportverbände, die drei Schweinfurter Partnerstädte, aber auch Exoten wie der Schweinfurter
Fanclub St. Pauli. Ausgeklinkt hatte sich nur die CSU, der die Veranstaltung zu linkslastig
erschien. Das jedoch hielt einige Stadträte mit CSU-Stadtratsfraktionschef Stefan Funk nicht
ab, teilzunehmen, Funk gar an seinem 50. Geburtstag.
Als erster Redner erinnerte der ehemalige KZ-Häftling Ernst Grube an den Auftrag aus der
deutschen Geschichte, schon den Anfängen einer braunen Bewegung zu wehren. So sah dies
auch die Vorsitzende des Integrationsbeirat Ayfer Fuchs: „Ich bin stolz eine Schweinfurterin
zu sein“, sagte sie angesichts der Massen zum klaren Bekenntnis gegen Rechts.
Der neue Oberbürgermeister Sebastian Remelé meinte an seinem ersten Arbeitstag, dass es
ihm nicht bange werden müsse, angesichts der tollen Beteiligung. Zu den ausländischen
Mitbürgern sagte er auf Deutsch und Türkisch: „Wir wollen und brauchen euch“. Der
evangelische Dekan Oliver Bruckmann hoffte, dass den Nazis bei ihrer Versammlung am
Schuttberg klar werde, was ihre Ideologie mit dem Zweiten Weltkrieg angerichtet hat. Für
den Hauptveranstalter DGB sprach Frank Firsching: „Ganz Schweinfurt ist auf den Beinen.
Das ist das Großartigste, was uns passieren konnte.“
Das Konzept der Polizei ging eindrucksvoll auf: Ein bisher einmalig starkes Polizeiaufgebot
von vermutlich um die 1500 Beamten verhinderte erfolgreich die dauernden Versuche von rund
700 Linksautonomen, den Marschweg der rund 850 Rechtsextremen im Westen der Stadt, weit
weg vom bunten Zug zu erreichen. Schon früh morgens waren sämtliche Nebenstraßen abgesperrt
und „bewacht“. Bei Vorkontrollen an allen Einfahrtstraßen und im Hauptbahnhof wurden einige
tausend Personen kontrolliert und auch gefährliche Gegenstände beschlagnahmt.
Fazit am Abend, als die Nazis um 17 Uhr wieder weg waren: 43 vorläufige Festnahmen, acht
rechts, 35 links. Einige leicht Verletzte bei der Polizei und bei den Linken. Direkter
Kontakt blieb nur den Anwohnern am rechten Marschweg. Und sie drückten mit Aufschriften
auf Bettlaken und Rufen aus, was fast alle Schweinfurter denken: „Nazis raus“.
Quelle: Schweinfurter Tagblatt vom 03. Mai 2010
Generalsekretärin der Bayern SPD zu Gast in Schweinfurt
Natascha Kohnen, seit Juli 2009 Generalsekretärin der Bayern SPD, war zu Gast bei der
Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen im Unterbezirk Schweinfurt-Kitzingen (AsF)
Sie war auf Einladung der Vorsitzenden der AsF, Angelika Fuchs und Corinna Lindacher
gekommen, um mit den Frauen die Situation der Bayern SPD und die Pläne für die Zukunft zu
diskutieren. Kohnen betonte, dass ihr sehr daran gelegen sei, Versäumnisse der
Vergangenheit abzustellen und wieder zu gemeinsamen Entscheidungen zu finden. Laut Kohnen
fand Meinungsbildung an der Basis nicht mehr statt. Sie betonte, es sei wichtig, dass die
Basis entscheide und an die Öffentlichkeit transportiere, wo die Bayern SPD hin will. Für
die Kommunikation nach außen ist mit Jamila Bugalla nun auch wieder eine Pressesprecherin
für die Bayern SPD installiert worden.
Seit ihrem Amtsantritt sind vier Arbeitsgruppen gebildet worden. Diese beschäftigen sich
mit verschiedenen Themenfeldern nämlich Kommunikation, Qualifikation, Service/Synergie
und Strategie. Nach Aussage von Kohnen muss die SPD sprachfähig sein und Gegenkonzepte
erklären. Hier sieht sie in Bayern als besonders wichtig die Bildungspolitik an. Hierzu
sind für den Herbst Gesprächsreihen in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung
geplant, ebenso wie Talkrunden unter dem Titel „Die Schule im Dorf lassen“.
Ein wesentlicher Schwerpunkt für die SPD Frauen war natürlich die Frauenpolitik. Selbst
wenn es heute viele junge gut ausgebildete Frauen gibt, so Vorsitzende Angelika Fuchs,
würden sie im Erwerbsleben schnell spüren, dass sie an die „gläserne Decke“ stoßen,
deutlich weniger als männliche Kollegen verdienen und noch immer erhebliche Defizite im
Bereich von funktionierender Kinderbetreuung vorliegen. Somit sei besonders die alte
Forderung der AsF nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit nach wie vor aktuell. Natascha
Kohnen definierte den Auftrag der Bayern SPD hierzu so, dass diese verstärkt vermitteln
muss, dass sie Frauen auf ihrem Weg in die berufliche Karriere unterstützt. Wesentlich
sei dabei die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Die lebhafte Diskussion zeigte Natascha Kohnen nach eigener Aussage, wie groß der Bedarf
sei, wieder zu einem Miteinander an der Basis zu finden und den Menschen aufzuzeigen,
dass die SPD die Partei ist, für die soziale Gerechtigkeit die oberste Priorität hat. Sie
schlug deshalb vor, in Kürze einen ganzen „Schweinfurt-Tag“ zu planen und erklärte sich
gerne bereit, dafür wieder aus München an „das andere Ende von Bayern“ zu reisen.

29. April 2010
Brot und Rosen zum Frauentag
(maw) Wie jedes Jahr am Internationalen Frauentag haben die Frauen der Schweinfurter SPD am Marktplatz am Montag Passantinnen
mit Brot und Rosen beschenkt. Seit dem Jahr 1911 ist der Frauentag der Tag, an dem Frauen für gleiche Rechte kämpfen. Trotz
vieler Fortschritte sind auch im 21. Jahrhundert immer noch nicht alle Ziele erreicht. Armut, geringe Löhne, prekäre
Beschäftigung, Nöte von Alleinerziehenden, fehlende Karrierechancen – noch immer gibt es viele Benachteiligungen für Frauen,
so eine Mitteilung zu der Aktion im Rahmen der Schweinfurter Frauenwochen.
Quelle: Schweinfurter Tagblatt vom 08. März 2010
Sozialpass knapp abgelehnt: Einige Vergünstigungen gibt es bereits
(la) Fraktionsübergreifend hatte die „gemeinsame Linke“ (so Karl-Heinz Knöchel von proschweinfurt) bei den Haushaltsberatungen einen Sozialpass beantragt. Sprecher für die Stadträte aus mehreren Fraktionen war am Dienstag Frank Firsching (Linke). Der Pass müsse allen, die auf staatliche Hilfen angewiesen seien, die Teilnahme an der Gesellschaft ermöglichen, formulierte er, womit verbilligte Eintritte und Tarife bei Bildung, Freizeit und Stadtbus gemeint waren. Mit dem Antrag sollte zudem die Stadtverwaltung beauftragt werden, ein gemeinsames Konzept für Stadt und Landkreis auf den Weg zu bringen.
Sozialreferent Jürgen Montag sprach von gewaltigen Kosten in Höhe von jährlich 1,56 Millionen Euro für 6500 Betroffene in der Stadt. Nötig sei dieser tiefe Griff in die Stadtkasse nicht, da just jenem Kreis bereits jetzt Ermäßigungen bei der Volkshochschule, dem Stadtbus, den Museen, der Stadtranderholung oder etwa beim Besuch der Musikschule gewährt würden. Außerdem sei es die vordringliche Aufgabe der Stadt, die Bürger nicht in Armut abrutschen zu lassen, im Vorfeld, etwa in die Ausbildungsförderung, zu investieren; – nicht erst dann zu helfen, wenn das Kind in den Brunnen gefallen sei.
Firsching und Kathi Petersen von der SPD argumentierten, dass eine Preissenkung Mitbürger, die sich jetzt weder Theater noch Museen leisten könnten, zusätzlich an den Angeboten teilnehmen ließen, weswegen keine Ausfälle, sondern Mehreinnahmen zu erwarten seien.
Oberbürgermeisterin Gudrun Grieser sprach sich wie Montag gegen den Sozialpass aus. Solche Nachlässe, die eigentlich Sache des Bundes und des Landes, aber nicht der Stadt seien, leiste Schweinfurt heute schon freiwillig. Außerdem sei ein Sozialpass der Einstieg in weitere Vergünstigungen, beispielsweise bei Strom-, Wasser- oder etwa Gasbezug. Eine derartige Entwicklung führe jedoch in den sozialen Unfrieden, warnte die OB. Nicht unter den Hartz IV Empfängern gäre es, sondern unter den Mitbürgern, die trotz harter Arbeit kaum mehr in der Tasche hätten. Einseitige Begünstigungen für die Empfänger von Transferleistungen seien nicht angesagt.
Ganz anders sah dies Mark-Dominic Boberg von den Grünen. Er regte an, die 1,5 Millionen Euro für die Neugestaltung der Lände aus dem Haushalt zu streichen und dieses Geld den Mitbürgern in Not zu geben. Sollte die Einschätzung von Montag richtig sein, dass schon heute ausreichend Nachlässe gewährt würden, dann sei die Umstellung auf ein neues Konzept problemfrei.
Firsching konkretisierte die bestehenden Vergünstigungen. Bei der vhs bestünden solche nur bei fünf Prozent der Kursangebote. Handlungsbedarf bestehe also. Die Argumentation der OB stufte er als unfair ein, weil Grieser die, die noch einen Job hätten, gegen die ausspiele, die keinen mehr hätten.
Abgelehnt wurde der Sozialpass letztendlich mit acht von 13 Stimmen.
Quelle: Schweinfurter Tagblatt vom 17. November 2009
Unternehmensführung nach
Gutsherrenart
Entlarvend sei, so die Schweinfurter SPD-Vorsitzende Kathi Petersen, die Kritik
der Geschäftsleitung der Schaeffler-Gruppe an den Betriebsräten und der IG
Metall. Letztlich werfe man den Schweinfurter Betriebsräten des Unternehmens
vor, daß sie die Arbeit tun, für die sie von den Kollegen gewählt wurden,
nämlich deren Interessen zu vertreten. Gerade die Schweinfurter Betriebsräte mit
Norbert Lenhard an der Spitze agierten ausgesprochen besonnen – von einem
„unverantwortlichen Schüren von Angst“ könne nicht die Rede sein.
Offenkundig sei die Geschäftsführung der Ansicht, ihre Ankündigung, 250
Millionen Euro Personalkosten einzusparen, sei für die Beschäftigten kein Grund
zur Sorge. Sie bräuchten ja nur vertrauensvoll ihr Geschick in die Hände der
Familie Schaeffler und ihres Geschäftsleiters zu legen. Doch wie
vertrauenswürdig sei, fragen Kathi Petersen und die Juso-Vorsitzende Katharina
Räeth, eine Geschäftsleitung, die durch die äußerst riskante Übernahme von Conti
ihr Unternehmen so sehr verschuldet habe, daß es in der jetzigen
Wirtschaftskrise am Rande der Insolvenz stehe?
Der Betriebsrat habe das Recht und die Pflicht, mit Unterstützung der
Gewerkschaft dafür zu kämpfen, daß nicht die Beschäftigten die Zeche zahlen
müssten. Wenn die Unternehmensleitung die Mitbestimmung ernst nehme, müsse sie
mit dem Betriebsrat zusammenarbeiten, statt ihm haltlose Vorwürfe zu machen und
ihn in seiner Tätigkeit zu behindern.
26. Mai 2009
SPD unterstützt INA/FAG -
Betriebsrat
Über die aktuelle Situation bei INA/FAG diskutierte der Vorstand der SPD
Schweinfurt. Die SPD-Vorsitzende Kathi Petersen hatte dazu den
Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Norbert Lenhard eingeladen. Die Geschäftsführung
der Schaeffler KG will die finanzielle Situation der Firma durch eine Senkung
der Personalkosten um 250 Mio. Euro verbessern Das bedeutet den Abbau von 4.500
Arbeitsplätzen davon allein 1.034 in Schweinfurt.
Der Gesamtbetriebsrat hält den geplanten Personalabbau nicht für ein
Zukunftskonzept und fordert dessen Rücknahme. In Verhandlungen mit der
Geschäftsleitung will er Alternativen aufzeigen, wie Entlassungen vermieden
werden können. Dabei beruft er sich auf die Zukunftsvereinbarung zwischen IG
Metall und der Familie Schaeffler, wonach die Standorte gesichert und
betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden sollen.
Kathi Petersen sagte Norbert Lenhard die Unterstützung der Schweinfurter SPD zu.
Die Firmenführung müsse sich an ihrer eigenen Aussage messen lassen, niemanden
betriebsbedingt zu kündigen.
Die Beschäftigten seien weder für die Wirtschaftskrise, noch für die
Verschuldung von INA/FAG durch die Übernahme von Conti verantwortlich. Deshalb
sei es, so Petersen, nicht hinnehmbar, wenn sie nun die Zeche zahlen sollten.
21. Mai 2009
Energienwende und Mindestlohn im Programm
Schweinfurt. Florian Töpper, SPD-Kandidat für die Landtagswahl am 28. September,
führte die Delegierten aus dem Unterbezirk Schweinfurt/ Kitzingen beim
Landesparteitag in Weiden an. Zentrale Punkte bei der Erstellung des
Wahlprogramms waren für die Schweinfurter Riege die Bereiche Bildung, gute
Arbeit mit anständigem Lohn und die Förderung erneuerbarer Energien.
„Wir wollen
kostenfreie Kindergärten, an den Schulen keine Klassen mit mehr als 25 Kindern
und einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Ganztagsschule“, umriss
Florian Töpper die Eckpunkte des Bereichs Bildung. Darüber hinaus sollen das
Sitzenbleiben und die Studiengebühren abgeschafft werden. „Wir haben die
richtigen Themen und sind auf einem guten Weg“, machte Töpper klar. Die CSU
schreibe in Sachen Schule und Bildung inzwischen bei der SPD ab. „Langsam wird
das in Angriff genommen, was wir schon seit Jahren fordern.“
Außerdem setzt
die SPD auf die Einführung von Mindestlöhnen und einer Vermögenssteuer. „Wir
wollen von den Einkommens- und Vermögensmillionären einen angemessenen Beitrag
zur Finanzierung des Erhalts unseres Gemeinwesens, um soziale Gerechtigkeit
wiederherzustellen", erklärte Kathi Petersen, Kandidatin für die Bezirkswahl.
„Wer Mindestlöhne ablehnt, verstößt gegen die bayerische Verfassung und belegt
den Steuerzahler mit zusätzlichen Kosten. Denn Unternehmen, die nicht
auskömmliche Löhne zahlen, verlassen sich auf ergänzende Subventionen für ihre
Beschäftigten durch die öffentliche Hand".
Auf großes
Interesse stieß beim Parteitag die Rede des Alternativ-Nobelpreisträgers Hermann
Scheer. Der SPD-Bundestagsabgeordnete, der weltweit auch „Anwalt der Sonne“
genannt wird, setzt sich für eine grundlegende Energiewende ein. Wer weiterhin
an Kohle, Gas und Atomenergie festhält, riskiert auf längere Sicht
Wirtschaftkrisen und Kriege um Rohstoffe. Die SPD stellt dem ein Konzept der
Energieautonomie, das auf erneuerbare Energien setzt, entgegen. Sonne und
Windkraft stehen dabei im Mittelpunkt. „Wir wollen, dass Bayern ein Sonnenstaat
wird, statt eines CSU-Atomstaates“, brachte es MdB Frank Hofmann auf den Punkt.
In einem „Energiemanifest“ macht sich die SPD für die Umstellung der bayerischen
Versorgung auf erneuerbare Energien stark.
8. Juli 2008
Ein Denkmal für
Fritz Soldmann
Spendenaufruf –
Verleihung der Ehrenbürgerwürde posthum gefordert
(hh) Nur wenige
Wochen nach der Befreiung aus dem Konzentrationslager Buchenwald ist Fritz
Soldmann am 31. Mai 1945
gestorben. Am Sonntag
legten Vertreter der Initiative „Denkmal Fritz Soldmann“ am Grab des vor 130
Jahren geborenen
Ex-Landtags-, -Reichstagsabgeordneten und Bürgermeisters von Schweinfurt Blumen
nieder.
Vor zirka 70
großteils Sozialdemokraten
– an der Spitze MdB Frank Hofmann, Alt-OB Kurt Petzold und Ex-MdL Werner
Hollwich – und Gewerkschaftern nannte Mitinitiator Klaus Hofmann (Initiative
gegen das Vergessen) den geplanten Standort des Denkmals: Es soll Anfang 2009
an der Ecke
Luitpold-/Cramerstraße enthüllt werden, wo einst der Allgemeine Deutsche
Gewerkschaftsbund seinen Sitz hatte. Soldmann wirkte dort als Arbeitersekretär.
Der in Schweinfurt bekannte Ostheimer Künstler Jan Polacek hat einen Rohentwurf
bereits gefertigt. weiterlesen

Zur
Erinnerung an Fritz Soldmann, am
31.
Mai 1045
gestorben, wird ein Denkmal
aufgestellt. Die Initiative legte am Sonntag Blumen am Grab im Hauptfriedhof
nieder (von links): MdB Frank Hofmann, FAG-Betriebsratschef Norbert Lenhard,
Thorsten Weinsdörfer, SPD-Chefin Kathi Petersen und Klaus Hofmann (Initiative
gegen das Vergessen).
Foto: Gutgesell
Vorstand der SPD Hochfeld-Deutschhof verjüngt
Langjähriger 1. Vorsitzender Thomas
End macht Platz für Angelika Fuchs
In der
Jahreshauptversammlung der SPD Hochfeld-Deutschhof ist Angelika Fuchs von den
Mitgliedern des Ortsvereins einstimmig als Nachfolgerin von Stadtrat Thomas End
zur 1. Vorsitzenden gewählt worden. End legte einen ausführlichen
Rechenschaftsbericht vor. Der Schwerpunkt seines Berichts lag auf dem örtlichen
Geschehen und dem nicht zufriedenstellenden Ergebnis der Kommunalwahlen. Die
Versammlung dankte End für sein Engagement in den vergangenen acht Jahren. Die
neu gewählte Vorsitzende versprach, die politische Arbeit für ein gerechtes und
soziales Schweinfurt konsequent fortzusetzen.
Als
Stellvertretende Vorsitzende wurden Marie-Luise Fuhrmeister und Stadtrat Theo
Hergenröther bestätigt. Schriftführer ist Thomas End. Die Finanzen des
Ortsvereins hält als Nachfolger von Kassierer Arthur Reeg in Zukunft Thorsten
Weinsdörfer in Ordnung. Die Arbeitsgemeinschaft der Jusos betreut Mario
Schleyer. Arbeitsgemeinschaft der Frauen: Elisabeth Spath. Heinrich Becker
leitet die AG 60 Plus.
Beisitzer der
Vorstandes sind: Stadtrat Werner Bonengel, Uwe Postelt, Jürgen Wetzel, Irene
Winkler, Manfred Ullmer und Rainer Wichtermann.
Als Revisoren
wurden gewählt: Amanda Käß, Willi Full und Arthur Reeg.

Mindestlohn zählt zur
Menschenwürde
MdB Hofmann unterstützt
Volksbegehren
Über die
Situation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Groß- und Einzelhandel in
Unterfranken und speziell im Raum Schweinfurt informierte sich MdB Frank Hofmann
gemeinsam mit der Vorsitzenden der Schweinfurter SPD Kathi Petersen bei der
Gewerkschaft ver.di. Anlass für dieses Informationsgespräch mit
Bezirksgeschäftsführer Ralf Sander und Gewerkschaftssekretär Peter König,
zuständig für den Sachbereich Handel, waren die jüngsten Vorgänge der
Personalbespitzelung beim Discounter Lidl.
Die
Ausgangslage um das Bemühen guter Beschäftigungsverhältnisse im Einzelhandel sei
aus gewerkschaftlicher Sicht in Deutschland schwieriger, erläutert König.
Während in vergleichbaren europäischen Ländern der Anteil der Discounter bei
lediglich vier Prozent liege, habe Deutschland einen Discounteranteil von ca. 43
Prozent. So gäbe es z.B. in den über 1000 Lidl-Filialen lediglich sieben mit
Betriebsräten. Unter diesen Verhältnissen seien aus Sicht der Gewerkschaft
anständige Arbeitsbedingungen nicht leicht zu erreichen. Ein weiteres
Negativbeispiel sei Edeka, die durch die Privatisierung ihrer Filialen
Arbeitsverträge massiv verschlechtern, um dann die gleichen Mitarbeiter meist
ohne Tarifbindung weiter zu beschäftigen.
Auf der
Streichliste der Bayerischen Arbeitgeber im Einzelhandel stehen die Spät- und
Nachzuschläge sowie das Weihnachts- und Urlaubsgeld. Darüber hinaus soll die
Arbeit auf Abruf eingeführt werden. Das seien Gründe für die seit über ein Jahr
dauernde Tarifauseinandersetzung im Einzelhandel mit 114 Streikaktionen in
Unterfranken, so König.
Gemeinsam mit
den Kirchen kämpft ver.di für den Schutz des Sonntags. Unterfrankenweit gibt es
über 222 Marktsonntage, deren Öffnungszeiten laut Gesetz mit der Gewerkschaft
abgesprochen sein müssten. Gegen die zahlreichen Verstöße könne ver.di nicht
einschreiten, da der Gewerkschaft kein Verbandsklagerecht zusteht und somit nur
einzelne betroffene Beschäftigte klagen könnten.
Die Forderung
nach einem gesetzlichen Mindestlohn und der Einschränkung von Leiharbeit machten
die Gewerkschaftsvertreter an zwei Beispielen deutlich. Die drei- bis
vierhundert Beschäftigte bei Kaufland in Donnersdorf seien außer den
Vorgesetzten alles Leiharbeiter mit befristeten Beschäftigungsverhältnissen. In
dem Hennes & Mauritz-Zentrallager in Großostheim, welches 140 H & M-Filialen
beliefert, arbeiten 270 Beschäftigte als Stammpersonal (Tariflohn
durchschnittlich 1.600,00 € brutto) und bis zu 340 Zeitarbeiter mit 30 bis 40
Prozent weniger Gehalt.
„Kapitalismus
pur“, nennt Hofmann dieses Vorgehen der Arbeitgeber, das auch einer Belebung der
Binnenkonjunktur entgegenwirke. Die SPD stehe auf der Seite der Gewerkschaften
und unterstützt das Volksbegehren guter Lohn für gute Arbeit mit der Forderung
nach Mindestlöhnen, das der DGB in Bayern durchsetzen will. „Wer Vollzeit
arbeitet, muss auch davon leben können, deshalb brauchen wir die Mindestlöhne –
alles andere missachtet die Würde des arbeitenden Menschen“, erklärt Hofmann,
der am 1. Mai zu den Erstunterzeichnern des Volksbegehrens gehörte.

Bildunterzeile:
Informationen
über die Situation der Beschäftigten im Groß- und Einzelhandel in der Region
Schweinfurt holten sich SPD-Vorsitzende Kathi Petersen und MdB Frank Hofmann bei
ver.di-Bezirksgeschäftsführer Ralf Sander (rechts) und Gewerkschaftssekretär
Peter König, zuständig für den Sachbereich Handel in Unterfranken (links)
Foto: Söllner
Veranstaltung vom 29.4.08
in Schweinfurt
Frauen verdienen mehr -
AsF-Landesvorsitzende Rupp bei den SPD-Frauen
Anlässlich der
Neuwahl des Unterbezirks der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen
Schweinfurt-Kitzingen (AsF) besuchte die AsF-Landesvorsitzende und
stellvertretende SPD-Vorsitzende in Bayern Adelheid Rupp die SPD-Frauen. Rupp
erläuterte das frauenpolitische Wahlprogramm der SPD angesichts der
Landtagswahlen im September. Ein Schwerpunkt sei dabei die Forderung nach
Mindestlohn in allen Branchen sowie ein Stopp der Ausweitung prekärer
Beschäftigungsverhältnisse. „Wer Vollzeit arbeitet, muss davon leben können“, so
Rupp. Für Frauen sei es wichtig, ihr Berufsspektrum zu erweitern und
Aufstiegsmöglichkeiten sowohl im öffentlichen Dienst als auch in der
Privatwirtschaft zu erhalten. Daher fordere die SPD ein Gleichstellungsgesetz
für die private Wirtschaft. Um Familie und Beruf vereinbaren zu können, müsse
eine flächendeckende, arbeitszeitgerechte, qualifizierte und fördernde
Kinderbetreuung ermöglicht werden. „Frauen verdienen mehr“ schlussfolgerte Rupp.
Bei den
Vorstandsneuwahlen wurden die Vorsitzenden Angelika Fuchs, Corinna Lindacher und
Marianne Greif im Amt bestätigt. Als Beisitzer fungieren Maria Albert-Wirsching,
Zehra Akcay, Lydia Bünner, Marie-Luise Fuhrmeister, Elisabeth Spath sowie Karla
Wiedorfer.
SPD
Hochfeld-Deutschhof
unterstützt Kauf und Umbau der Hundertäcker-Halle
In der ersten
Sitzung Sitzung der SPD Hochfeld-Deutschhof nach der Kommunalwahl betonte
Vorsitzender Thomas End, dass die neu und wieder gewählten Stadtratsmitglieder
sich kraftvoll um die Belange der Ortsteile Hochfeld, Altstad, Deutschhof und
Haardt in den kommenden sechs Jahren kümmern werden. Insbesondere die Themen
Gestaltung und Belebung des Deutschhof-Marktplatzes, Nahversorgung der
Bürgerinnen und Bürger mit Lebensmitteln und die weitere Integration der
zugezogenen Neubürger werden dabei Beachtung finden.
Zunächst geht
es jedoch darum, den Kauf und die sinnvolle Nutzung für die
Hundertäcker-Tennis-Halle durch die Stadt durchzusetzen. Der Antrag der
SPD-Stadtratsfraktion ist bekanntlich auf breite Zustimmung bei den
Sportvereinen gestoßen. Leider konnte die Stadtverwaltung ihr Versprechen, die
Entscheidung noch vom alten Stadtrat herbeiführen zu lassen, nicht halten. Daher
wird erwartet, dass nach der konstituierenden Sitzung des neu gewählten
Stadtrates der Ankauf, Umbau und die Nutzung der ehemaligen Tennishalle zur
Sporthalle für Ballsportarten schnell und zügig vorangetrieben werden.
End kündigte
eine Verjüngungskur für den neu zu wählenden Ortsvereinsvorstand an. Nach der
enttäuschenden Kommunalwahl sei dies die notwendige und richtige Reaktion. Die
Neuwahlen werden am 7. Mai 2008 in einer Mitgliederversammlung stattfinden.
Thomas End,
19. April 2008
Herzlose Entscheidung gegen Menschen in Not
Scharf kritisiert hat der
Kreisvorstand der SPD Schweinfurt die Ablehnung des Finanzierungsmodells für die
Anlaufstelle sexuelle Gewalt durch die Stadt. Die SPD-Vorsitzende Kathi Petersen
sprach von einer herzlosen Entscheidung gegen Menschen in Not. Nach dem von den
Landkreisen vorgeschlagenen Modell hätte die Stadt künftig 11.500 statt bisher
8.000 € im Jahr zu zahlen. Die SPD hält es für angemessen, dass der Wohnort der
hilfesuchenden Frauen und Kinder bei den Kostenanteilen berücksichtigt wird und
Schweinfurt den entsprechenden Beitrag übernimmt. Warum die CSU-Rathausspitze
sich dagegen sträube, sei nicht nachvollziehbar, so Petersen. Allein mit dem
Geld, das für die aufwendige Imagekampagne ausgegeben wurde, hätte die Stadt
fast die nächsten 150 Jahre die Mehrkosten für die Beratungsstelle locker
finanzieren können, rechnete die Juso-Vorsitzende Katharina Räth aus. Die
Schweinfurter SPD fordert deshalb die Stadt auf, gemeinsam mit den Landkreisen
für eine kostendeckende Finanzierung der Beratungsstellen zu sorgen.
Kathi Petersen, 29. März 2008
Jetzt sind wir dran!

Die BayernSPD stellt ihr
Aktionsprogramm „Frauen“ vor.
Zum Internationalen Frauentag 2008 in Bayern erklärt die
Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Schweinfurt
Ursula Kirmeier...

AsF-Schweinfurt
- Bildungsveranstaltung
Was Hänschen nicht lernt ... Ohne Bildung keine
Chance!
Unter diesem Titel veranstaltete die Arbeitsgemeinschaft
sozialdemokratischer Frauen Schweinfurt (AsF) eine Podiumsdiskussion.
Karin Radermacher, MdL und Mitglied des
Haushaltsausschusses, eröffnete mit einem Statement das Thema aus Sicht der
Landespolitik. Kaum vergehen 10 – 15 Jahre, schon übernimmt die CSU die
Sichtweise und Anträge der SPD. Das gegliederte Schulsystem in Bayern hat zur
Folge, das sich der Hauptschulbestand von 1689 Schulen in 1991 auf heute 996
verringert hat. Dies bedeutet dringend notwendig die Anwendung neuer Modelle.
Endlich ist die Landesregierung bereit, den schon seit Jahren andauernden
Unterrichtsausfall in den Schulen zuzugeben. Als neuester Slogan wurde von der
Landesregierung das Motto, „Keine Klasse über 35“ herausgegeben. Anträge von
Schulen auf Umstellung zur Ganztagesschule werden nicht mehr angenommen. Das hat
den Hintergrund, dass bei Abfragen keine Anträge vorliegen und somit kein Bedarf
festgestellt wird.
Ihr folgte Carmen Böhm, Leiterin der Alwine Schäfer
Kinderkrippe mit Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt Schweinfurt. mit dem Bericht
zur aktuellen Situation. Für die Kinderkrippe mussten bereits 25 Absagen erteilt
werden und es kommen ca. zwei pro Woche hinzu. Intensive Förderung von Kindern
ist bei einer Gruppengröße von 25 fast nicht mehr realisierbar.
Peter Bohn, Diplom-Psychologe, Leiter des Fachdienstes im
Haus Marienthal mit Zuständigkeit für die Kinderhorte, Ganztagsklassen und
Mittagsbetreuung, berichtete von den Zukunftsplänen für Horte in Schweinfurt.
Neue Öffnungszeiten bis 21:00 Uhr und am Samstag sind geplant.
Ganztagsschulen müssen im Gegensatz zu den heutigen Modellen umgestellt werden.
Die praktizierten Modelle haben nichts mit einer pädagogischen Ganztagsschule zu
tun.
Für die SPD-Stadtratsfraktion stellte Kerstin Westphal als
jugendpolitische Sprecherin die bereits gestellten Anträge z. B. Übernahme des
Elternbeitrages für das 3. Kindergartenjahr durch die Stadt Schweinfurt.
Ebenfalls legt die SPD-Stadtratsfraktion Wert auf kostenfreie Bildung. Im
Gegensatz zur Landes-CSU macht sich die örtliche CSU bereits nach einem
halben bis dreiviertel Jahr die Vorschläge der SPD zu eigen.
Die einhellige Forderung der Veranstaltung war die dringend
notwendige Übernahme der Essensgelder, sowohl im Kindergarten wie auch im
Ganztagsschulbereich. Diese Anträge werden von der SPD immer wieder gestellt
werden, bis die Umsetzung erreicht ist.
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